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2. Juni 2014

Freiwilligenagenturen fragen „Wo bleibt die Jugend?“

by Oliver
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… und wir zeigen neue Wege auf.

Wir waren dabei am 22.05. in Frankfurt am Main. Rund 15 Freiwilligenagenturen tauschten sich beim Thementag: „Wo bleibt die Jugend?“ über Engagement- und Partizipationsformen für eine umworbene Zielgruppe aus. Mit der Vorstellung unserer PULS Camps gaben wir den Standorten einen spannenden neuen Impuls mit auf den Weg.

Mehr zu den Ergebnissen und Präsentationen gibt es hier.

In seinem Eröffnungsvortrag stellte Prof. Dr. Michael Vilain seine neue Studie vor, die das Freiwilligenmanagement in Jugendorganisationen untersucht. Demnach unterliegt das Freiwilligenmanagement in Jugendorganisationen unterschiedlichen Steuerungslogiken einerseits und verschiedenen Ziellogiken andererseits. Auch zeigte der Vortrag auf, wie unterschiedlich Organisationen funktionieren und Jugendliche aktiv werden. Darüber hinaus sind Konzepte vom Management sehr vielfältig und auch „ungewöhnliche“ Herangehensweisen können erfolgreich sein. Die Studie wird im Sommer 2014 veröffentlicht.

Im zweiten Teil des Thementags wurden Ideen und Konzepte vorgestellt, wie Jugendliche für Engagement gewonnen werden können. Leni Hennicke stellte Changemaker City vor. Ein Projekt bei dem die Ideen der Jugendlichen im Vordergrund stehen. Die Jugendlichen und ihre Projektidee werden von einer Jury vor Ort ausgewählt. Mit einer Mikrofinanzierung von 800 Euro bekommen die Jugendlichen und ihr Projekt direkt Budgetverantwortung für die Umsetzung ihres Projekts.

Tina Uhlemann stellte das PULS Camp vor. Im PULS Camp campen Jugendliche eine Woche in ihren Sommerferien und engagieren sich gemeinsam. Es gibt eine breite Auswahl an Engagementangeboten aus denen die Jugendlichen wählen können. Der Campcharakter motiviert die Jugendlichen zusätzlich, stärkt den Zusammenhalt und selbstorganisierte Tätigkeiten.

Die beiden Projektideen können adaptiert werden. Dazu kann sowohl mit dem Team von Changemaker City als auch von PULS Camp mit Freiwilligenagenturen oder anderen Interessierten ein Vorgespräch geführt werden. Die Teams geben Tipps und Anleitung zur Unterstützung und Umsetzung des Projekts vor Ort.

Ebenfalls stellte die Freiwilligenagentur Marburg-Biedenkopf ihre Engagementangebote für Jugendliche vor. Die Freiwilligenagentur spricht Jugendliche direkt in der Schule an. Dazu werden auf einem kleinen Flyer „Freiwilligenjobs“ für Schüler/innen mit einer kurzen Beschreibung und dem zeitlichen Rahmen abgedruckt. Wichtig für das Gelingen des Projekts ist eine engagierte Schulleitung oder Lehrer/innen. Die Agentur möchte vor allem benachteiligte Jugendliche erreichen und arbeitet viel mit Real- und Hauptschulen zusammen. Zusätzlich gibt es auf der Homepage der Freiwilligenagentur eine eigene „Jugendseite“ mit Engagementangeboten.

Der Tag endete mit der Vorstellung der Ergebnisse und Einschätzungen zu Jugendengagement aus der Umfrage unter den Freiwilligenagenturen. In der Umfrage wurde deutlich, dass über die Hälfte der Freiwilligenagenturen jugendliche Engagierte haben und auch Angebote für diese Zielgruppe. Gleichzeitig gibt es noch viel Potenzial und Möglichkeiten Jugendliche für Engagement zu gewinnen.
Jugendliche sind interessiert an Gesellschaft. Allerdings erschwert vieles ihr Engagement: Die Anforderungen von Schule, Arbeitsmarkt und Studium prägen immer stärker ihre Lebenswelt. Traditionelle Engagementformen und Vereine schaffen oft kaum Motivation, um sich einzubringen. Jugendliche nutzen stattdessen Kommunikationsmöglichkeiten über Netzwerke wie Facebook und beteiligen sich auch per Mausklick an Kampagnen. Wie können sie in ihrem Umfeld und ihren Kommunikationswegen am besten abgeholt werden? Können und wollen sie für „klassisches“ Engagement gewonnen werden? Und wie können mit ihnen neue Engagementformen entwickelt werden? Freiwilligenagenturen und andere zivilgesellschaftliche Organisationen haben in den vergangenen Jahren unterschiedliche Angebote, Formate, Ansprachestrategien und Konzepte für junge Menschen entwickelt. Auf dem Thementag wollen wir diese Projekte in Workshops vorstellen und vor allem diskutieren, vor welchen Trends und Herausforderungen das Jugendengagement steht.

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